Muster aus Plastikbesteck und Plastikflaschen

Plastik im Alltag: Wie abhängig sind wir?

2 min
Pauline Vallée

Es kommt nicht in der freien Natur vor und wird zu 100% künstlich hergestellt: In weniger als einem Jahrhundert hat Plastik unseren Alltag (und die Umwelt) erobert. Es folgen 5 Zahlen, die zeigen, wie stark wir von Kunststoffen abhängig sind.

Wie abhängig sind wir von Plastik?

Jedes Jahr produzieren wir:
  • 3 Millionen Tonnen Plastik
  • 36 Millionen Tonnen Plastik
  • 368 Millionen Tonnen Plastik
40% der Produkte aus Plastik werden:
  • innerhalb von 24h nach Kauf weggeworfen
  • innerhalb von einem Monat nach Kauf weggeworfen
  • innerhalb von einem Jahr nach Kauf weggeworfen
Dein Handy besteht bis zu ca.:
  • 5% aus Plastik
  • 10% aus Plastik
  • 50% aus Plastik
Mikroplastik findet man auch in:
  • Kosmetikprodukten
  • Klamotten
  • Autos
Der am häufigsten weggeworfene Plastikmüll ist:
  • Zigarettenstummel
  • Flaschen
  • Strohhälme

Hier erfährst du, wie Müll eigentlich in die Meere gelangt.

Warum ist Plastik so praktisch?

Plastik ist zwar überhaupt nicht umweltfreundlich, aber es hat auch ein paar Vorteile:

  • Es ist widerstandsfähig
  • Es ist einfach umzuwandeln
  • Es ist leicht
  • Es ist billig

Wo ist das Problem?

  • Das meiste Plastik (98% des Einwegplastiks) wird aus fossilen Energien* wie z. B. Erdöl oder Erdgas hergestellt. Die Produktion ist also sehr umweltschädlich.

  • Die natürliche Zersetzung von Plastik dauert sehr sehr lange. So entstehen jährlich 400 Millionen Tonnen Plastikmüll (das entspricht etwa dem Volumen von über 31 Millionen großen LKW). Es landet so viel Plastik in der Umwelt, dass sich sogar ein neuer Kontinent aus Plastikmüll gebildet hat. Kunststoffe verschmutzen die Umwelt und beeinträchtigen die Biodiversität → Tiere verschlucken Müllteilchen und das Mikroplastik landet im Nährstoffkreislauf, bzw. in der Nahrungskette. Auch wir Menschen nehmen durch unsere Ernährung schätzungsweise 5 Gramm Plastik pro Woche auf.

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🧐 Und jetzt?

Aufhören Plastik herzustellen und zu konsumieren

Das ist natürlich nicht so einfach, da unsere heutige Gesellschaft stark auf die Nutzung von Kunststoffen angewiesen ist. Veränderungen müssen von politischen Entscheidungsträger:innen und den Mächtigen in der Industrie kommen, beispielsweise durch ein Verbot von Produkten aus Einwegplastik (müssen meine Kekse wirklich mit 10 Plastikschichten verpackt sein?). Es können auch umweltschonendere Alternativen wie z.B. Bio-Kunststoffe* eingesetzt werden. Oder man verzichtet ganz auf die Verpackung (wo es möglich ist) oder verwendet zumindest langlebige Behälter.

Plastik besser recyceln

Nur ein kleiner Anteil des Plastikmülls wird recycelt: rund 16% in Deutschland. Das hat mehrere Gründe:

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Wie schnell verottet Müll eigentlich?

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🔍 Was bedeutet…

Fossile Energien: Energiegewinnung durch die Verbrennung organischer fossiler Materialien, die tief aus der Erde abgebaut werden (Kohle, Erdgas, Erdöl, etc.)

Bio-Plastik: Kunststoff, der auf Basis organischer Stoffe hergestellt wird (Rohrzucker, Mais, Kartoffeln,…), anstatt aus fossilen Materialien.

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👀 Quellen

Plastikatlas
ADEME
UNEP
LSA
France Info

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Pauline Vallée
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